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Hauskatze: Glücklich ohne Freigang?

Tipps zur Haltung und Beschäftigung von Wohnungskatzen

Kann eine Hauskatze ohne Freigang glücklich sein? Immerhin gelten Katzen als Sinnbild von Freiheitsdrang und Unabhängigkeit. Mit einer artgerechten Beschäftigung, einer katzenfreundlichen Wohnungseinrichtung und gutem Futter können auch Wohnungskatzen ein rundum glückliches Katzenleben führen.

Wer seiner Hauskatze keinen Freilauf ermöglichen kann, hat oft Gewissensbisse. Wäre der geliebte Stubentiger nicht glücklicher, wenn er über die Wiese pirschen und nach Mäusen Ausschau halten könnte? Wäre sein Leben nicht erfüllter, wenn er sich im Gras sonnen und auf Bäume klettern könnte?

Eine Hauskatze ohne Freilauf lebt länger

Sicherlich gibt es viele Erlebnisse, auf die eine Hauskatze ohne Freigang verzichten muss. Doch auf der anderen Seite gibt es auch gute Gründe, die gegen Freilauf sprechen:

  • Freigänger leben gefährlich: Wer seine Katze nach draußen lässt, kennt das bange Warten, wenn sie abends nicht rechtzeitig heim kommt. Im Durchschnitt wird eine Hauskatze mit Freilauf nur 5 Jahre alt. Vor allem der Straßenverkehr und tödliche Infektionskrankheiten sind eine Gefahr für Katzen mit Freigang.

  • Folgen für das Ökosystem: Freilaufende Katzen können der heimischen Tierwelt empfindlich schaden. Im Unterschied zu wilden Raubtieren werden sie gefüttert und medizinisch versorgt – daher unterliegen sie keinem natürlichen Räuber-Beute-Gleichgewicht.

Hinzu kommt: Manche Tierhalter können ihrer Katze schlichtweg keinen Freigang gewähren – beispielsweise, wenn sie an einer Hauptverkehrsstraße oder in einem Hochhaus leben.

Kann eine Hauskatze ohne Freigang glücklich sein?

Aber ist es nun möglich, einer Hauskatze ohne Freigang ein erfülltes Leben zu bieten? Eine Katze, die über lange Zeit hinweg Freilauf genossen hat, lässt sich oft nicht mehr an eine reine Wohnungshaltung gewöhnen. Ein Tier, das die Wohnungshaltung von klein auf kennt, kann jedoch auch ohne Freigang glücklich sein – wenn es artgerecht gehalten und abwechslungsreich beschäftigt wird.

Eine katzengerechte Wohnung mit vielen Kletter- und Kratzmöglichkeiten

Katzen lieben es, zu klettern und ihre Krallen zu wetzen. Sie schlafen vorzugsweise erhöht und haben gern den Überblick über ihre Umgebung. Zu einer katzengerechten Wohnung gehören deshalb:

  • Mindestens ein großer Kratzbaum zum Klettern und Krallen schärfen

  • Kratzbretter und Regalbretter („Catwalks“), die entlang der Wände führen oder gemütliche Plätzchen auf dem Schrank zugänglich machen

  • Hängematten oder Schlafmulden unter der Zimmerdecke

  • Heizungsliegen und Fensterbankliegen

  • Katzengras zum Knabbern

  • Idealerweise ein katzensicherer Balkon

Wie Sie Ihre Hauskatze artgerecht beschäftigen

Es gibt eine ganze Reihe an cleveren Beschäftigungs- und Spielideen für Wohnungskatzen. Überraschen Sie Ihre Hauskatze öfter mit etwas Neuem, zum Beispiel:

  • Werfen Sie kleine Bällchen, die Ihre Katze jagen kann.

  • Werfen oder rollen Sie Leckerlis, die Ihre Katze fangen und verspeisen kann.

  • Spielen sie Jagdspiele mit Spielangeln.

  • Basteln Sie ein Fummelbrett, aus dem Ihre Katze ihr Futter heraus tatzeln kann.

  • Bauen Sie einen kleinen Hindernis-Parcours mit Brettern zum Balancieren, Slalomhütchen oder Reifen, durch die Sie Ihre Katze mit Leckerchen führen.

  • Bringen Sie Ihrer Katze Tricks mit Clickertraining bei.

  • Lassen Sie leere Kartons herumstehen, die Ihre Katze erkunden kann.

  • Verstecken Sie Leckerchen in Papprollen, Papiertüten, Kartons, Decken.

Gesunde Fütterung für Katzen in reiner Wohnungshaltung

Wohnungskatzen haben spezielle Ansprüche an Ihre Ernährung. Da sie sich nicht so viel bewegen wie Freigänger, setzen sie leicht Übergewicht an. Das ganzjährige Haaren kann zur Bildung von Haarballen im Magen führen. Eine artgerechte Ernährung für Wohnungskatzen berücksichtigt all diese Aspekte und hält die Katze gesund und fit.

Eine Hauskatze braucht Gesellschaft

Katzen gelten zu Unrecht als Einzelgänger. Vor allem eine Hauskatze ohne Freigang braucht Gesellschaft – die ihres Menschen und die eines Artgenossen. Deshalb gilt für Wohnungskatzen: Sie sollten nicht zu lange alleine bleiben und immer mindestens zu zweit gehalten werden.